Forschungsthema

Der Mensch

ist ein hochkomplexes biologisches System, das sich durch ein fein aufeinander abgestimmtes, intelligentes Zusammenspiel einzelner Untereinheiten auszeichnet. Dieses dynamische Zusammenspiel gilt als energieeffizient, störungsrobust und hochgradig integriert. Die Vision der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Kooperationsbeziehung ist es, durch systemtheoretische Modellierung ein tiefgehendes Verständnis für das komplexe System Mensch zu erlangen. Dieses soll als Modell für das Design technischer Systeme nutzbar werden. Indem auch die Störanfälligkeiten des Systems Mensch erforscht werden, eröffnen sich zudem Ansätze zu neuen medizinischen Therapien. Die Entwicklung von Modellen des Systems Mensch, die den neuronalen und generell den biologischen Grundlagen menschlichen Lebens Rechnung tragen, zielt darauf ab, einerseits erfolgreiche Mensch-Maschine-Interaktionen zu ermöglichen und andererseits die Diagnostik und Therapie krankheitsbedingter Störungen grundlegend zu verbessern. Hierbei stehen vor allem Erkrankungen des zentralen Nervensystems im Vordergrund.

Bei den Modellierungsansätzen arbeiten die Forscherinnen und Forscher der Universitäten Stuttgart und Tübingen zusammen und bringen ihre jeweiligen Stärken aus den Systemwissenschaften, der Informatik, der Biologie und der experimentell beziehungsweise therapeutisch orientierten Medizin ein.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, bündeln und koordinieren wir die Forschungsaktivitäten beider Standorte in einem gemeinsamen Zentrum für Systemwissenschaften Stuttgart-Tübingen.